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Veröffentlichung
07.04.2011
Autor
manni

Spieltag
24
Name
Kreisliga B Gruppe 2
Region
Kempen-Krefeld
Federation
Fußballverband Niederrhein e.V.

TuS St. Hubert mit toller Eiinstellung zum Remis bei Hellas!

2 : 2 (1 : 0)
862?1267124288 DJK TuS St. Hubert 1889 II (Herren)
Aufstellung Gast
  • Benjamin Thies - Jakob Midor, Martin Rother, Carsten Wiencke - Tim Simon, Marcel Bruckes (60., Marcus Thiemann), Niklas Riehn, Till Kroepmanns - Tobias Mormels (55., Patrick Körvers) - Markus Küppers (60., Tobias Schlaßa), Niklas Thiemann
Torschützen Gast
  • 2:1 Eigentor
  • 2:2 Tobias Schlaßa

Nachdem man in der letzten Woche eine mehr als schmerzhafte und unglückliche Niederlage gegen Lokalfreund SV St. Tönis 2 hinnehmen musste, bestand an diesem Sonntag die Chance sich beim Tabellenzweiten ein wenig zu rehabilitieren. Der Gegner hat sicherlich aufgrund des Tabellenstandes eine überdurchschnittliche Qualität, der man Tribut zollte und das aggressive Forechecking der letzten Spiele hier nicht als praktikabel ansah. So stellte man auf eine tiefe Raumdeckung um, mit der man Hellas schon im Hinspiel verdient schlagen konnte. Mit den schnellen Aussenspielern, rechts Dauerbrenner Tim Simon und links die Leihgabe aus der 1. Mannschaft Till Kroepmanns, der, das sei vorweg bemerkt, eine sehr ordentliche Partie bot und trotz seiner gerade erst erlangten Seniorenspielerlaubnis sehr abgeklärt spielte, wollte man bei Ballgewinn schnell und kontrolliert zum Abschluss kommen. Das mit dem Ballgewinn gelang überaus regelmäßig, was Hellas (und das war der Plan) dazu gezwungen hat mit langen Bällen zu agieren, die bei der heutigen Abwehr sehr gut aufgehoben waren. Allerdings das Umschalten in den Angriff hat viel zu lange gedauert und so wurde man nur selten und das durch Freistöße gefährlich. Für Hellas bot sich bis zum Tor nach einer gefährlichen Freistosshereingabe, bei der gleich zwei St. Huberter nicht in der Lage waren, den “Hellenen“ am Abschluss zu hindern, ebenfalls keine Abschlussmöglichkeit aus dem Spiel heraus. 1 Schuss – 1 Tor! Das war sehr ärgerlich. Was war passiert? Der Ball durchlief einige Stationen der St. Huberter Abwehr, mit dem Ziel Hellas hinten rauszulocken. Als das dann auch passiert ist, spielte unser Rückhalt Benni Thies einen sehr scharfen, halbhohen Ball auf den sich aussen anbietenden Marcel Bruckes, der den kurz vorher aufsetzenden Ball auf dem nassen Rasen nicht zeitnah verarbeiten konnte, unter Gegnerdruck einen Fehlpass produzierte, seinen Gegner dann nur noch foulen konnte und den anschliessenden Freistoss in Kauf nahm. In den Folgeminuten begann Hellas jedoch, sich diese Führung durch einige wirklich gut vorgetragene Angriffe auch zu verdienen, scheiterte aber oft am eigenen Unvermögen. So ging´s, wenn man die reinen Torchancen ranzieht, sicher verdient mit dem Rückstand in die Kabine. Dementsprechend war man mit der gezeigten taktischen Disziplin im Defensivverhalten sehr zufrieden und haderte eben nur mit den teilweise ängstlich wirkenden Angriffsbemühungen . Denn die sind, und das war zur Halbzeit jedem St. Huberter klar, gegen diesen Gegner nicht angebracht. Hier konnte man was holen! Ohne Wechsel betrat man wieder den Platz und konnte die Verunsicherung, die nach dem überraschenden Hellas-Tor vorherrschte, zum Glück in der Kabine lassen. Leider hatte auch Hellas nur positives aus der ersten Halbzeit mitgenommen und spielte die Angriffe konzentrierter durch. Was man nun sah, war ein wirklich gutes B-Liga Spiel bei dem das Mittelfeld der Hauptschauplatz war. St. Hubert spielte weiter aus einer sehr gut geordneten Defensive, angeführt vom Kapitän Martin Rother. Einige wenig nennenswerte Torchancen ergaben sich nun auf beiden Seiten, da beiden Mannschaften anzumerken war, das Spiel gewinnen zu wollen, jedoch immer an den beiden sehr gut spielenden Abwehrreihen scheiterten. Ein harter aber stets mehr oder weniger fairer Schlagabtausch begann. Zu allem Unglück, lag man plötzlich nach einer weiteren Standardsituation mit 2:0 zurück. Standards haben St. Hubert in dieser Saison schon einige Punkte gekostet. Ein Eckball des Gastgebers konnte zum Eckschützen geklärt werden, welcher die beim Rauslaufen entstandene Unordnung nutzte und die einzig gefährliche Hellas-Sturmspitze per Flugball anspielte und diese sehenswert aus 13 Metern wuchtig einköpfte. Mit drei Wechseln in kürzester Zeit, Patrick Körvers für Tobias Mormels, Tobias Schlaßa für Markus Küppers und Marcus Thiemann für Marcel Bruckes versuchte man neue Impulse zu setzen und den Anschluss noch schnell zu erzielen. Denn die Nummer war noch lange nicht durch, was in der Körperhaltung des Gastes vom Kendel deutlich zu sehen war. Und es wirkte. Man fing an selber mehrmals gefährlich vor des Gegners Tor zu kommen und erzielte das gefühlt erste Tor dieser Saison nach einer eigenen Standardsituation – bezeichnenderweise durch ein Eigentor. Diese Situation ist schon in Bezug auf die eigene Ungefährlichkeit bei Standards schon fast zum lachen. Sei´s drum. Unverdient war es jedenfalls nicht. Da man auf St. Huberter Seite nun aufmachte, um den Punkt mitzunehmen kam der Gastgeber selber wieder besser ins Spiel und hatte es nun selbstverständlich leichter zum Abschluss zu kommen. Nach dem gefühlten 50. Foul an einem St. Huberter nahm sich Tobias Schlaßa kurz hinter der Mittellinie den Ball und was keiner für möglich gehalten hätte, schoss er in Massimilan Porcello-Manier (Karlsruher SC) direkt (“…der gibt den Hafer! Und wie, und wie!“) auf des Gegners Tor. Der sehr stramme Schuss wurde auf Höhe des 16-Meter-Raums einmal abgefälscht, veränderte die Richtung entgegen der des Torhüters, welcher beim Versuch sich zu drehen ausrutschte und nur dem ins Tor rollenden Ball hinterhersehen konnte. 2:2 – das Spiel war wieder offen. Zugegeben hätte der Torhüter den “auf das“ Tor fliegenden Ball wohl ohne Abfälschen gehalten. Jeder andere Spieler wäre wohl für den Versuch aus 45-Metern direkt zu verwandeln ausgewechselt worden. Einzige weltweit bekannte Ausnahmen sind Massimilian Porcello, Mike Grühn und seit heute Tobias Schlaßa. Danach hatte Hellas noch eine 100%ige Möglichkeit, welche auch im Hellas-Spielbericht beschrieben wurde, zu der wir uns hier die Freiheit erlauben und zitieren, da dies “wirklich“ so passiert ist wie im gegnerischen Spielbericht angegeben: “Nun zur Szene, die man auch nicht alle Tage sieht: Wunderschön wurde Adem Tasdemirli freigespielt, der frei vorm Gästetorhüter den Ball über ihn lupft. Der Ball knallte gegen den Pfosten, wo G. Pappas ca. 1 Meter vorm Tor steht und diesen nur noch ins Tor einschieben braucht. Er entscheidet sich, den Ball in den 5er zurück zu spielen, wo ein St. Huberter Bein vor 2 freistehende Hellas-Stürmer dem ein Strich durch die Rechnung machen.“ (Zitat Hellas) Da war schon Pech für die Hellenen bei. Den leicht unrühmlichen Abschluss dieses eigentlich fairen Schlagabtausches präsentierte der Gastgeber selbst. Nach hartem Einsteigen (auch wenn der Ball unter anderem gespielt wurde, ist eine frontale Grätsche mit zwei gestreckten Beinen ein Foul!) am im Laufe des Spiels ins Mittelfeld beorderten Jakob Midor, bei dem dieser eine komplette Drehung in der Luft machte, auf seinem Nacken landete und dann zum Unmut einiger Hellas-Spieler und Betreuer nicht direkt wieder aufsprang und frohen Mutes weiter spielte (zur Hellas-Info: Der Spieler hat heute noch Schmerzen im Nacken), liess es sich ein Verteidiger von Hellas nicht nehmen einen 30-Meter-Sprint hinzulegen, um Midor mitzuteilen er solle “…aufstehen. Du hast doch eh nichts!“. So etwas nach diesem Foul zu sagen ist mehr als unsportlich (was bis dato nicht zu diesem Spieler passte). Kapitän Martin Rother war ebenfalls erbost wegen dem Spott über unser aller Busenfreund Midor, dass er versuchte den aufgebrachten Hellenen mit den Worten “Hau Du mal ab! Du hast hier nichts zu suchen!“ wegzuschicken. Dieser und auch der Autor des Hellas-Berichtes sehen diese Aussage als übelste Provokation an!?!. Die Antwort liess in Anwesenheit des Schiris nicht auf sich warten. “Ich hau Dir gleich eine in die Fresse!“ waren dann auch die letzten Worte des Spielers, der dann sofort mit glatt rot duschen durfte. Solche Reaktionen hatte das Spiel nicht verdient! Kurz darauf war dann auch Schluss.

Fazit: Ein sicherlich glücklicher aber aufgrund der höheren taktischen Disziplin, der deutlich besseren Moral und der höheren Sozialkompetenz, nicht unverdienter Punkt, gegen einen Gegner, so glaubt man den bisherigen Spielberichten, der mit spielerischen Mitteln und ohne Glück und Provokationen praktisch nicht zu schlagen ist. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum man in der Kreisliga-B spielt! So viel zum Thema “Selbstwahrnehmung“! Trotzdem noch viel Erfolg in der Restsaison und in der kommenden Saison beim Unternehmen Aufstieg.

Kommentare

  • alexouz
    von
    alexouz
    Freitag, 08. April 2011, 12:20 Uhr

    Alles richtig wiedergegeben, Sportkamerad Marco Gerber !!! Ich möchte nur gerne wissen, wo die Sozialkompetenz beim Nachtreten des St. Huberter Spielers (leider nicht gesehen vom unerfahrenen Schiri) am Mittelkreis geblieben war? Schwamm drüber… Bin eigentlich von der spielerischen Überlegenheit des Gastes immer noch sprachlos. Happy Weekend an alle und bleibt sportlich!

  • manni
    von
    manni
    Freitag, 08. April 2011, 13:39 Uhr

    Hallo Alex, ich habe schon gehört, dass Du der Meinung bist, einer meiner Spieler hätte nachgetreten. Da wir ja ähnliche Vereinsfarben haben, denke ich, dass Du da jemanden mit einem Eurer Spieler verwechselst. Da habe ich das auch zweimal gesehen, um aber keine zu schmutzige Wäsche zu waschen, hier nicht erwähnt. Wünsch Dir auch ein schönes Wochenende. Grüße aus Kempen!

  • alexouz
    von
    alexouz
    Freitag, 08. April 2011, 14:11 Uhr

    Stimmt ja,, ich vergaß. Die Spieler von St. Hubert 2. sind alles Engel, spielen nie foul und haben als grossen Lehrmeister den Sportkameraden M. Gerber. Die Beleidigung war Mist von einem unserer fairsten Spieler, der es direkt danach bereuht hat. Er kriegt seine Sperre und gut ist. Übrigens: Die 1. rote Karte in dieser Saison von unserer Mannschaft. Nur so zur Info. Und was die Szene in der 1. Halbzeit höhe Mittellinie betrifft. Frag mal einfach deinen Spieler mit der Nr. 9. Übrigens: Unsere Vereinsfarben sind blau-weiß !!! :–)

  • junior
    von
    junior
    Mittwoch, 13. April 2011, 13:16 Uhr

    Glückwunsch st. Hubert zum Punktgewinn ;)

  • alexouz
    von
    alexouz
    Mittwoch, 13. April 2011, 15:40 Uhr

    Aufstieg ist doch schon entschiden Patrick. Der SC Schiefbahn steigt auf und das zurecht, da er über die gesamte Saison die konstantere Mannschaft war. Ich hätte mir aber ein wenig mehr Spannung gewünscht. Wir probieren es nächstes Jahr wieder. Aufstieg war kein Muß dieses Jahr für uns!

  • fynn2008
    von
    fynn2008
    Mittwoch, 13. April 2011, 20:12 Uhr

    alex solls du lügen ihr wollt doch jedes jahr aufsteigen grins viel glück für das nächtste jahr

  • alexouz
    von
    alexouz
    Donnerstag, 14. April 2011, 09:50 Uhr

    Zwischen “wollen” und “können” oder “müssen” sind schon Unterschiede. Neue Saison, neuer Versuch. Viel Glück Stephan bei der Suche nach einem neuen Verein.

  • fynn2008
    von
    fynn2008
    Donnerstag, 14. April 2011, 17:24 Uhr

    danke alex muss ja nicht wechseln aber kann passieren aber mal sehen so spiele ich wenigs gegen hellas dann aber ohne geschenke grins

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