- Veröffentlichung
- 08.09.2010
- Autor
- manni
- Spieltag
- 4
- Name
- Kreisliga B Gruppe 2
- Region
- Kempen-Krefeld
- Federation
- Fußballverband Niederrhein e.V.
St. Hubert 2 hängt in einer Deja-Vu-Schleife
- Aufstellung Gast
- Benjamin Thies - Jakob Midor (Andreas Klar, 65.), Tobias Mormels, Marcus Thiemann - Tim Simon (Carsten Wiencke, 80.), Marcel Bruckes, Patrick Körvers - Markus Küppers, Thomas Hespers - Niklas Thiemann, Jan Lebeda (Daniel Kuschel, 35.)
- Torschützen Gast
- Markus Küppers
Es gibt Spiele, da meint man irgendwann während des Verlaufes sagen zu können , dass der Sieger sich vorhersagen lässt. Das CL-Endspiel in Barcelona 1999 war so eines und auch das EM-Viertelfinale Türkei gegen Kroatien in Wien war so eines. Wer am vergangenen Sonntag in Hüls gewesen war, konnte auch dort so ein Spiel sehen, wenn gleich auf viel niedrigerem Niveau. Während in Barcelona bis zur 90. Minute der FC Bayern lange Zeit wie der sichere Sieger aussah, war es in Wien ab der 119. Minute der Verlängerung Kroatien und in Hüls bis zur 89. Minute die Zweitvertretung des TUS St. Hubert. Doch am Ende standen alle drei Mannschaften mit leeren Händen da. So spielte auch der TUS am Sonntag die tragische Rolle in einem unterhaltsamen Match und verlor unglücklich mit 1:2 in der Nachspielzeit. Dabei brauchte St. Hubert in einer trägen ersten Hälfte lange Zeit bis man so richtig im Spiel war. Nachdem sich Jan Lebeda nach 35 Minuten verletzte kam Daniel Kuschel, der das Offensivspiel in der Folge belebte. Nach Freistoß von Tobias Mormels, war es auch Kuschel, der den Hülser Keeper mit einem wuchtigen Kopfball aus acht Metern zu einer Glanzparade zwang. Niklas Thiemann spielte kurz danach Patrick „Minnie“ Körvers super frei, der alleine auf den Hülser Torwart zu lief, aber dann auf „Nicht-so-feste-Bärchi“ machte und vergab. Hüls hielt kämpferisch dagegen und hatte die grösste Chance nach einem Eckball, wobei der Ball vom Hülser Stürmer knapp über das Tor gelupft wurde. Ärgerlich war das ein St. Huberter Angriff wegen vermeintlicher Abseitsstellung zu Unrecht abgepfiffen wurde. Mit einem 0:0 zur Halbzeit und leichtem Übergewicht auf seiten der Gäste ging es in die Pause. Die zweite Halbzeit sollte unterhaltsamer werden. Wobei sich teilweise ein offener Schlagabtausch entwickelte. Zunächst zeigten die Gastgeber, dass sie auch Fussball spielen können. Nach einem Überzahlangriff der Hülser zeigte Benjamin Thies wieder mal wie wichtig er ist und verhinderte den Rückstand nachdem die Hülser alleine auf ihn zu liefen. Auch die zweite Offensivaktion gehörte Hüls, aber auch hier ließ Benjamin Thies die Gegner verzweifeln und klärte noch auf der Linie mit einem “Thies-Reflex” nach einem starken Hülser Angriff. Nun waren die Gäste am Zug. Einen langen Ball von Daniel Kuschel nahm Thomas Hespers perfekt an und nötigte den Hülser Keeper zu einer weiteren starken Parade. In der 70. Minute fiel dann endlich das erste Tor. Wieder schlug Kuschel einen langen Ball, diesmal auf Markus Küppers, der den Ball weit über seine technischen Fähigkeiten hinaus ideal mitnahm und gekonnt zum 1:0 ins Tor stolperte. St. Hubert sah nun wie der sichere Sieger aus, zumal man jetzt auch spielerisch überzeugen konnte. Erneut musste man sich auf seiten der Gäste ärgern, dass viel versprechende Angriffe zu Unrecht wegen Abseits abgepfiffen wurden. Sei`s drum. Die besagte 89. Minute war angebrochen und Hüls erhielt einen Eckball, der wuchtig in die Mitte geschlagen wurde und per Kopfball den Weg zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich im Tor fand. Die Enttäuschung auf seiten der Gäste war riesig, hatte man doch schon einen Haken an die drei Punkte gemacht. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Hier zeigte sich mal wieder eine große Schwäche der Gäste. Anstatt nun wenigstens den Punkt zu sichern, machte man nun noch mal auf und lief in einen Konter den Hüls gut zu Ende spielte und zum 2:1 abschloss. Nachspielzeit. Nein, wie ärgerlich. So muss die Zwote wieder einen unnötigen Rückschlag hinnehmen. Nun kommt auch noch der Spitzenreiter an den Kendel. Mit Sicherheit haben auch mit Martin Rother und Jens Millack zwei ganz superwichtige Säulen gefehlt.



