- Verein
- VfR 06 Neuss
- Veröffentlichung
- 12.01.2011
- Autor
- trainer-68
Jörg Ferber tritt als VFR-Trainer zurück
Jörg Ferber tritt als VfR-Trainer zurück VON DAVID BEINEKE – zuletzt aktualisiert: 29.12.2010 – 20:20 Fußball (NGZ) Im Jahr 2008 war Jörg Ferber als Trainer zum VfR Neuss zurückgekehrt, um an die sportlich großen Zeiten des Traditionsvereins anzuknüpfen. Und nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als könne dieses ambitionierte Ziel mit dem Aufstieg in die Niederrheinliga zumindest in Teilen gelingen, steht der Klub jetzt mal wieder vor einem Scherbenhaufen.
Nicht mehr Trainer des Landesligisten VfR Neuss: Jörg Ferber.Nicht nur, dass es dem neuen Vorstand um den Präsidenten Reinhard Josef Wendt bislang nicht gelungen ist, den Schuldenberg von knapp 130 000 Euro in den Griff zu bekommen, was Mitte Dezember zu einem erneuten Insolvenzantrag führte (die NGZ berichtete). Seit Mittwoch ist offiziell, dass auch Jörg Ferber nach einer chaotischen Hinrunde die Brocken hinschmeißt.
“Wir wussten, worauf wir uns eingelassen haben, als wir nach der vergangenen Saison einen radikalen Schnitt gemacht haben. Doch durch den Insolvenzantrag haben sich die Voraussetzungen für meine Arbeit noch mal verschlechtert, so dass ich nicht weitermachen kann”, erklärte Ferber am Mittwoch gegenüber der NGZ. Er hätte schon den Ehrgeiz gehabt, im neuen Jahr noch mal den Klassenverbleib in Angriff zu nehmen, doch dazu wäre noch die eine oder andere Verstärkung nötig gewesen. Unter der Aufsicht eines Insolvenzverwalters ist mit Blick auf die ohnehin leere Kasse daran allerdings nicht zu denken. “Es sind in den letzten Tagen einige Absprachen nicht eingehalten worden. So ging es nicht weiter”, meinte Ferber weiter.
“Jörg war eine Respektsperson für die Mannschaft. Ohne ihn sieht es schlecht aus”, meinte Zagorica. Auch der Sportlicher Leiter Hannes Zahn hat eng mit Jörg Ferber zusammengearbeitet: “Unter diesen Voraussetzungen muss ich mir in den nächsten Tagen über meine Zukunft beim VfR Gedanken machen.” Die Frage ist, wer in dieser Lage überhaupt den Trainerjob bei den Neusser übernehmen würde. Präsident Reinhardt Josef Wendt will um Jörg Ferber kämpfen, ehe er sich nach einer anderen Lösung umsieht: “Wenn Jörg sieht, dass sich bei uns etwas tut, können wir ihn vielleicht von einer Rückkehr überzeugen.”



