- Veröffentlichung
- 28.10.2010
- Autor
- Klotto
- Spieltag
- 11
- Name
- Landesliga Gruppe 2
- Area name
- Niederrhein
- Federation
- Fußballverband Niederrhein e.V.
Die Leiden der jungen SG
Die Fans von Fortuna Düsseldorf, dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach sind Kummer gewohnt. Das gilt darüber hinaus nun aber auch verstärkt für alle Fans der SG Kaarst. Die erneute Harmlosigkeit bei der 0:4-Niederlage in Odenkirchen bereitet der Anhängerschaft große Sorgen. Der Kampf gegen den Abstieg hat längst begonnen.
„Wir können da nicht mithalten“, gestand Trainer Dirk Schneider nach 90 quälenden Minuten, in denen die junge SG-Elf anschaulich die Grenzen aufgezeigt bekam. Nach 25 Minuten und fünf hochgradig gefährlichen Szenen vor dem eigenen Tor war das Kaarster Glück verbraucht. Einen groben Abwehrfehler nutzte Eyup Tasyapan zum ersten seiner vier Treffer. „Mal wieder geben wir durch persönliche Fehler das Spiel aus der Hand“, erklärte Schneider den sechsten Nuller der Saison. „Die Schuld für die momentane Situation liegt ganz klar bei uns. Immer wieder werden wir durch Unaufmerksamkeiten zurückgeworfen.“ Das Gute an dieser Analyse: Schneider wirkt nicht verzweifelt, er war so richtig sauer. Er weiß, dass seine Schützlinge so viel mehr drauf haben.
In Odenkirchen schienen die Leiden beinahe endlos. Direkt nach Wiederanpfiff fiel das 2:0 für die Gastgeber, eine Art Genickbruch. Das 3:0 wenig später ließ Erinnerungen an das Debakel in Kapellen wach werden, zum Glück folgte „nur“ noch ein weiterer Gegentreffer.
Die Lage ist prekär. 15. Platz und in den kommenden fünf Wochen heißen die Gegner unter anderem Neuwerk, Orken/Noithausen und Bayer Dormagen – drei vorgezogene Endspiele. „Jetzt ist für uns entscheidend, dass wir im Kopf klar bleiben. Es wird weitere Negativ-Szenen in den Spielen geben, da dürfen wir nicht umfallen, dürfen den Mut und das Vertrauen nicht verlieren. Keine Frage, dass es ganz schwierig wird“, betonte Schneider.
Mit freundlicher Genehmigung
sg-kaarst-fussball.de



