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Veröffentlichung
11.11.2010
Autor
10Plus

Name
Bezirksliga Gruppe 5
Federation
Fußballverband Niederrhein e.V.

Anadolu Türkspor überrascht gegen Preussen Krefeld!

2 : 1 (0 : 1)
379?1267125037 KTSV Preussen Krefeld (Herren)
Aufstellung Gast
  • Thomas Wilbers (56. Graziano Ruggeri), Giuseppe Somma, Christoph Bücken, Marco Träger (33. Christopher Lindenau), Giulio Wies, Alexandros Triantafillidis-C-, Naldo Franke (33.Jonas Schüler), Bilal Balci, Tobias Marseille, Burhan Sahin, Ingo Sommer
Torschützen Gast
  • 0:1 Sahin (11.)

Am 13. Spieltag der Bezirksliga, Gruppe 5, war unser Tabellenzweiter zu Gast beim Tabellensiebten, Anadolu Türkspor … da war es wieder das Derby auf Augenhöhe, bei dem es sch…egal ist, wer auf welchem Tabellenrang steht … und, Preussentag an der Randstraße, denn nur eine Spielzeit vorher, hatte unsere Zweite die Ehre den Türkspor-lern ein 1:2 abzugraben … vorbildlich, Jungs, weiter so!

Freundlich sind sie die Menschen von Anadolu Türkspor … wo sonst bekommt man einen so guten Tee auch noch direkt bis an den Spielfeldrand gebracht (danke dafür!) … und mit allen Wassern gewaschen sind sie, wenn’s darum geht Siege nach Hause zu holen: Drei Viertel ihrer Anlage besteht aus saftigem Grün, aber wo bestreiten sie ihr Spiel? … auf einem Ascheplatz, der an eine Mittelgebirgslandschaft erinnert (den Fair-Play-Preis bekommt ihr dafür nicht!) … und schon sackt beim Gegner die Stimmung in den Keller … Sieg für Anadolu!

Ganz so einfach sollte es allerdings gegen unsere Rothosen nicht werden. Sie traten den bekannterweise mit vollem Herzblut kämpfenden Türkspor-lern entschlossen entgegen und kombinierten sich allmählich mit sehenswertem Fußball ins Spiel.

In der 11. Spielminute bedient der mit viel Übersicht agierende „Capitano“ Alexis Triantafillidis mit einem präzise geschlagenen langen Pass den links durchgegangen Tobias Marseille, der an den meisten guten Aktionen der ersten Halbzeit beteiligt war … Tobi bringt mit einer mustergültigen Flanke Burhan Sahin ins Spiel, der über rechts in den gegnerischen Strafraum eingedrungen war … und Burhan, der nur eine Minute zuvor bereits die Chance zum ersten Treffer der Rothosen hatte, haut das Ding rein … 0:1 … und der türkische Halbmond geriet, allerdings nur leicht, in Schieflage.

Ruhe bewahren und dem heißblütigen Gegner sein Spiel aufzwingen, das war die Rezeptur für eine gelingende Partie … und die Preussen schienen genau das zu beherzigen, eroberten sich fleißig die Oberhand im Spiel und … machten, verdammt noch mal, ihre „Hundertprozentigen“ nicht rein! … das sollte sich später noch rächen. Dennoch waren sie in der ersten Hälfte das Spiel bestimmende Team. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Anadolu nach dem Gegentor mit kompromissloser Härte agierte und innerhalb von nicht mal zwei Minuten, zwei Stützen der Mannschaft weg haute … das sucht seinesgleichen!

Marco Träger, unverzichtbar in der Abwehr, musste in der 26. Spielminute das Spielfeld mit einer tiefen Schnittwunde direkt unterm Knie verlassen und ins Krankenhaus gebracht werden und nur eine Aktion später war Naldo Franke, unser Ass im Mittelfeld dran. Seine beiden Knie waren von tiefen Stollenabdrücken derart gezeichnet, dass er verletzt aufgeben musste … beiden Jungs von dieser Stelle gute Besserung.

Lange sieben Spielminuten standen die Preussen hiernach mit einer Zwei-Mann-Unterzahl auf dem Platz, gaben sich aber selbst in dieser Situation keine Blöße. Und als man dann endlich wieder vollständig war, sorgten die Rothosen gleich für jetzt-erst- recht-Stimmung. In der 35-ten Spielminute schlägt Giulio Wies einen genialen Pass in die Gasse … auf Burhan … der geht über Links durch, lässt den Torwart stehen … der Winkel zum Tor wird aber immer ungünstiger und er verzieht … das wär’s gewesen … eine klare Führung zur Halbzeitpause … so blieb es beim 0:1.

Zu wenig. Zu viele Chancen liegenlassen. Das macht einen Gegner, wie Anadolu nur stärker … diese Sprüche kennen wir, aber das gehört zu einer derart umkämpften Partie auch irgendwie dazu, und auch Anadolu hatte in der ersten Hälfte ordentliche Dinger versiebt.

Spielentscheidend war meines Erachtens die Tatsache, dass den Preussen nach dem Verlust ihres dritten Spielers und Torhüters Thomas Wilbers (56. Spielminute), die komplette Spielordnung abhandenkam, und sie nicht annähernd mehr an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen konnten … oder, um es mit der Frage eines Preussen-Fans auszudrücken: „Können oder wollen die nicht mehr“. Wer noch die Leistung vom Pokalspiel in Bracht in Erinnerung hat, der weiß, was diese Jungs können! Schwer zu glauben, dass, trotz widriger Begleitumstände, hier nicht mehr als ein 2:1 drin war.

Fazit:
Wann, zum Henker, gelingt es den Rothosen endlich einmal diesen Gegner auf eigenem Platz zu schlagen? Diesen Gegner, der immer wieder auf dem schmalen Grad wandert, sich entweder für den Sieg zu zerreißen oder sich gegenseitig im Angesicht einer drohenden Niederlage zu zerfleischen. Diesen Gegner der hochemotional, laut und hart auf dem Spielfeld agiert und jede Schiedsrichterentscheidung niederbrüllt … nichts für schwache Nerven, aber leider auch eine Siegerstrategie.

Gegen einen solchen Gegner muss von der ersten bis zur neunzigsten Minute klar sein, dass hier Rothosenpower angetreten ist, dem stolzen Anadolu das Wappen aus der Flagge zu ballern … mit dem lauen Lüftchen der zweiten Halbzeit verweist ihr hingegen nicht mal einen Maulwurf in sein Loch, geschweige denn den Ball ins Tor. Heute hat das eigentlich Spiel stärkere Team nicht gewonnen und das mental schwächere verloren … apropos mentale Schwäche: gewinnen kann am Ende nur der, der gewinnen will, nicht der, der gewinnen muss.

Quelle: www.preussen-krefeld.de

Kommentare

  • k-y
    von
    k-y
    Donnerstag, 11. November 2010, 14:31 Uhr

    Hey, hört sich nach einem starken Spiel beider Mannschaften an. Schön das es noch solche Derbys gibt, wo wirklich gekämpft wird.

  • HerKan
    von
    HerKan
    Donnerstag, 11. November 2010, 14:44 Uhr

    Dieser arrogante und fernab von jeglicher Realität geschriebene Bericht ähnelt stark an die spielweise der “Rothosen” vom Sonntag. Kompromisslose Härte?…..Mir war bis dato nicht klar das ein Stein, welcher die Risswunde am Knie von Marco Träger verursachte, zum Kader der ersten Mannschaft von Anadolu gehört. Nun, dann hat “Herr Stein” aber auch gefälligst einen Einstand zu geben beim Training. Da war es nur noch 1 der von Anadolu “weggehauen” worden ist. Und das Spieler sich in Zweikämpfen schonmal unglücklich verhalten und dabei sich einer verletzt kommt sogar in der Königsklasse vor. Da muss das Spiel nicht unbedingt Anadolu gegen Preussen heißen…..Da waren es aufeinmal 0 die von Anadolu weggehauen wurden……Fazit: Ein emotional und rasant geführtes Derby von beiden Seiten. Solche Spiele wurden auch bei anderen Krefelder Derbys reichlich begutachtet, wo kein Verein den Halbmond auf der Brust getragen hat…..Die “Rothosen” sollten langsam gemerkt haben, dass man alleine mit Worten nicht aufsteigen kann. Selbst die, sowohl auf dem Platz als auch ausserhalb des Feldes, dargebotene Arroganz verhilft keiner Mannschaft auf der Welt automatisch zu 3Punkten(Mönchengladbach-Bayern 3:3!!!!!!). Vllt sollte das Trainergespann effektiver und härter an der Mittelfeldleistung vom eigenen Team arbeiten. Wie sonst ist es zu erklären das die Türkspor-ler nach belieben einige “Rothosen-Akteure” überlaufen konnten. Tipp: Fussball ist ein Kampfspiel, das weisse Ballette gehört schon lange der Vergangenheit an. Also Ihr “Rothosen”…kämpfen statt glänzen. Noch gefällt mir der Ausdruck “Rothosen” sehr gut, aber Vorsicht, nicht das es auf einmal die “Pink-Hosen” heisst….. Weiterhin Viel Erfolg beiden Mannschaften!

  • HerKan
    von
    HerKan
    Donnerstag, 11. November 2010, 14:48 Uhr

    Dennoch zählt Preussen für mich zum Aufstiegskandidaten Nr.1……Schon aus dem Grund das lieber eine Krefelder Mannschaft in die Landesliga aufsteigen sollte, als eine Grenzland-Truppe.

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